Biografie

Anna El-Khashem gehört zu den vielversprechendsten Opernsängern ihrer Generation. Geboren in Sankt Petersburg (Russland), hat sie den 1. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN der Bertelsmann Stiftung, Gütersloh, im Oktober 2019 gewonnen. Außerdem hat Anna El-Khashem den 1. Preis sowie Sonderpreis für die beste Interpretation eines Vokalwerkes von W. A. Mozart beim Internationalen Mozartwettbewerb (Salzburg 2018) und den 1. Preis des Zara Dolukhanova Gesangswettbewerbs "Amber Nightingale" in Kaliningrad (2016) gewonnen. Sie wurde mit dem Trude Eipperle-Rieger-Preis für Gesangstalente (2018) und als „Nachwuchssängerin des Jahres“ in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt (2018) ausgezeichnet. 

Anna El-Khashem studierte am Staatlichen Konservatorium St. Petersburg. Bei den Bregenzer Festspielen gab sie im Juli 2016 als Sopransolistin in C. M. von Webers "Jubilmesse" bei dem im Rundfunk übertragenen Eröffnungsgottesdienst und als Bastienne bei einer konzertanten Aufführung von "Bastien und Bastienne" ihr internationales Debüt.

Anna El-Khashem sang u.a. unter K. Petrenko, I. Bolton, C. Carydis, G. Sagripanti, B. de Billy, S. Young und J. de Souza. 

Von der Spielzeit 2016/2017 bis 2018/2019 war sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper und wirkte in diesem Rahmen u.a. als "Die Ausländerin" in Gian Carlo Menottis "Der Konsul", Eve in Viktor Ullmanns "Der zerbrochene Krug" und Parascha in Igor Strawinskys "Mavra" mit. Dem Publikum der Bayerischen Staatsoper wurde sie im Januar 2017 als Xenia in "Boris Godunow" und Inès in "La Favorite" bekannt und trat bei den Neuproduktionen von "Oberon" (als Meermädchen), "Le nozze di Figaro" (als Barbarina), "Il trittico" (als Suor Genovieffa), "Die Verkaufte Braut" (als Esmeralda) und von "Alceste" (als Coryphée) auf. Beachtung fand sie auch in der Produktion "Zeig mir deine Wunder" im Rahmen der Festspiel-Werkstatt im Juni 2018, die mit ihr in der Titelrolle auf Nikolai Rimski-Korsakows Oper "Schneeflöckchen" beruhte. Für diese Produktion wurde Anna El-Khashem mit dem Festspielpreis der Gesellschaft zur Förderung der Münchner Opernfestspiele ausgezeichnet. 

Als Susanna in "Le nozze di Figaro" trat sie erstmals im August 2019 beim New Generation Festival in Florenz auf. Seit der Spielzeit 2019/2020 ist sie Ensemblemitglied am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und gab dort im September 2019 ihr Haus- und Rollendebüt als Pamina in “Die Zauberflöte“. Auf der Bühne des Staatstheaters war sie noch als Gretel in "Hänsel und Gretel", 1. Nichte in "Peter Grimes", Sopran in "Matthäuspassion", Susanna in "Le nozze di Figaro", Woglinde in "Das Rheingold" und "Götterdämmerung" zu erleben und wird in der aktuellen Saison 2021/2022 u. a. als Sophie in der Neuproduktion von “Werther” zu hören sein. 

Im Juni 2021 gab sie ihr Haus- und Rollendebüt an der Opéra de Paris (Opéra Garnier) als Servilia in W. A. Mozarts "La clemenza di Tito" und wird im Februar 2022 in der Partie der Zerlina in “Don Giovanni” auf der Bühne von Opéra Bastille debütieren.